12 von 12 im September

Gestern kam ich gar nicht mehr dazu, nach dem Posten noch alle Bilder hier zusammenzuführen – also hole ich das doch heute noch schnell nach 😉
Was ich ja immer erstaunlich finde: Unfassbar wie voll und abwechslungsreich so ein Tag sein kann…
Und hier kommt der 12. September in Bildern (inklusive ein Bonusbild):

Gartenparadies in Hochform

Man kann nie genug Lavendel haben, sagte eine Freundin ...

Das Gartenparadies explodiert gerade förmlich … Ich mag diese Zeit so gerne! Ich frage mich täglich, wann und wie sich alles so fabelhaft entwickelt hat.
Wenn die Gartensaison anfängt und alles noch überschaubar ist, kann ich mir jedes Mal kaum vorstellen, dass einige Zeit später eine grüne Oase entsteht, die ganz geschützt zum Verweilen einlädt …

 

 

 

So grün, so lecker … Frühes Ernteglück mit Bärlauch

Es grünt so unfassbar schön grün: Der Bärlauch als früher Bote hat bei mir für erstes Ernteglück gesorgt! Pünktlich zum diesjährigen Angrillen hat er sich im Garten b(e)reit gemacht und sich am Wochenende direkt in köstliches Bärlauchpesto verwandelt, das sich hervorragend mit dem Fleisch verstanden hat. Lecker!

Wer also Frisches für die Frühjahrsküche ausprobieren mag, sollte zum knoblauchartigen Gewürz greifen. Da Bärlauch in der Regel ab März wächst und sich nicht zum Trocknen eignet – da verliert er zu viel von seinen ätherischen Ölen und somit vom Geschmack – ist er somit gerade wirklich Saisonware.

Entsprechend heute meine Bärlauch-Empfehlung , weil die beste Erntezeit (je nach Wetter) ab jetzt bis ca. Mitte Mai ist!
Wer nicht das Glück hat, ihn im eigenen Garten zu haben, wird auf dem Markt oder in der Natur fündig. Aber zwei Mal Vorsicht!
Bärlauch - naumimadeBärlauch ähnelt Maiglöckchen und die sind giftig. Genau hinschauen und riechen ist angesagt: Bärlauch hat einen matteren Grünton als die glänzenden Maiglöckchen, der Duft macht aber den Unterschied noch deutlicher: Mit den Fingern am Blatt reiben oder ein Blatt anknicken und wenn Ihr dann den Knobi-Duft wahrnehmt, seid Ihr richtig!
Bärlauch darf nicht überall gepflückt werden. Wenn Ihr in der freien Natur auf die Suche geht, achtet darauf, dass Ihr nicht gerade in einem Naturschutzgebiet unterwegs seid – dort dürft ihr logischerweise nicht ernten, weil das Gebiet ja geschützt ist.

Frühling auf der Zunge
Aber zurück zum lukullischen Aspekt: Geschmacklich ist Bärlauch eine Mischung aus Schnittlauch und Knoblauch – jedoch ohne die Geruchsnebenwirkungen 😉 Bonus obendrauf ist, dass er nicht nur lecker, sondern auch gesund ist und sich u. a. positiv auf Verdauung, Stoffwechsel und Cholesterin auswirkt.

Ich verwende ja in der Küche die Blätter der Pflanze und die Blüten höchstens als Deko, auch wenn man sie ebenfalls essen kann. Einfach die Blätter abschneiden und flugs kleingeschnitten aufs Brot, in einen Frühlingsquark oder in den Salat gegeben – und schmecken lassen! Auch in Eurer Kräuterbutter macht sich der grüne Frühlingsbote super – und da sind wir wieder beim Grillen.

Mein Favorit ist ja Bärlauchpesto: Lässt sich super zubereiten und ist toll für den Grillabend, weil es zu Fleisch wie zu Gemüse, Käse etc. famos schmeckt und die Reste – sofern es welche gibt – lassen sich auch als Brotaufstrich ganz prima genießen.

Kleiner Rezepttipp für Bärlauchpesto:
Ernteglück – naumimadeIch nehme so einen kleinen Standmixer, indem Ihr auch einen Smoothie machen könntet. Die Menge variiert nach Bedarf und ich bin ja so ein „nach Gefühl-Kocher“ … Aber ein anständiger Bund Bärlauch darf es schon sein!
Ihr gebt also Bärlauch, gerne mit ein wenig Basilikum und ggf. Blutampfer als Ergänzung in einen Mixer.
Dazu kommen Pfeffer, Salz und der Saft einer halben Limette sowie gutes Olivenöl (einige Esslöffel, Ihr seht, ob es glatt wird) und eine Handvoll geröstete Pinienkerne.
Als Variante darf auch noch eine kleine Chili-/ Peperonischote in die Mischung springen.
Wer mag, ergänzt um eine Handvoll geriebenen Parmesan, ohne hält es sich aber länger.

Tipps:
Bärlauchpesto im Glas - naumimadeWenn Ihr eine größere Menge zubereitet, empfiehlt es sich den Bärlauch peu à peu hinein zu geben, damit der Mixer alles glatt und gut verarbeitet.
Sollten noch Reste im Mixer hängen, gießt Ihr ein bissel Öl und Essig dazu, schüttelt kräftig und schwupps habt Ihr noch eine super Sauce für Euren Salat.
Für die Aufbewahrung einfach in ein kleines Marmeladenglas füllen und ab in den Kühlschrank.

Ob Bärlauchkenner oder Neuling – das saftige Grün macht Lust auf Frühling, Garten und mehr und schmeckt einfach köstlich! Ausprobieren!

PS: Um ehrlich zu sein: Das fotografierte Pesto wurde in diesem Fall von meiner Tante zubereitet – bleibt aber in der Familie 😉