Gärtnerglück – die ersten Schritte

Ich bin mit Garten aufgewachsen und selbst in WG und Wohnung während des Studiums gab es (fast) immer einen Balkon. Ich bin also keine ganz so ahnungslose Stadtpflanze und mag es Blumen zu pflanzen, meine Hände in Erde zu stecken, bunte Farbtupfer im Frühling zu sehen …

Frühjahrsputz

Mit dem Umzug nach Mainz, gab es auch die Option, ein Stück Garten mein eigen zu nennen und ich habe „Ja“ gesagt … Nun muss man aber sagen, dass letztes Jahr nicht viel mit dem Naumi-Beet in spe passiert ist und der Vorbesitzer so seine eigene Unkraut-Entsorgungstechnik hatte und auch nicht mehr viel gemacht hat. Also erwartete mich jetzt im Frühling ein Beet in sattem Grün – Unkrautgrün! Dazwischen gibt es einige Pflanzen, Bäume und Sträucher, die bereits dort wohnten und bleiben wollen sowie kleine grüne Spitzen, von denen man noch nicht sagen konnte, wer sich da so verbirgt.

Es tut sich was im Garten!

Vor ca. 2 Monaten hat die Gartensaison begonnen – die Stunde Null. Ich weiß, dass man auf die Zukunft hin einen Garten planen soll, mit viel Platz für die Entwicklung des kleinen Pflanzennachwuchs’. Doch so gut meine Vorstellungskraft ist, wenn es darum geht, eine Wohnung – möbliert oder leer – einzuschätzen und geistig zu planen, so schwierig fällt es mir im Gartenbereich …

Lektion 1 – Planen und loslegen: Nicht entmutigen lassen und erstmal „sauber machen“, um eine Grundlage zu haben; ein Beet ohne ungewolltes Grün. Also, Kraut zupfen, Walnussbäume ausgraben – pflanzen sich ganz prima dank Paul fort – dazu Pfefferminze eindämmen und in Kübel setzen, damit man der Lage Herr wird. Neue Buchsbäumchen zur Einfriedung pflanzen und sich langsam orientieren, was man eigentlich möchte: Bei mir sollen Blumen und Gemüse wachsen. Zudem stellt sich die Frage nach der Bodenbeschaffenheit – ach ja, die Frage nach Sonnig, halbschattig und schattig stellt sich auch noch. Dann darf munter eingekauft, gepflanzt und gesät werden.

Kindergarten

Lektion 2 – Kleine Zöglinge wandern in den Kindergarten.
Ein kleiner erhöhter Platz dient meinen Kleinen als Kindergarten bis sie so kräftig sind, dass sie ins Beet ziehen dürfen. Leider wohnen hier nun mal auch Schnecken und die finden alles was zart ist ganz toll 😉 Brokkoli, Kohlrabi – in 2 Farben – und Tomaten werden also vorgezogen. Die ersten Salate werden direkt ausgepflanzt und gedeihen auch zügig.

Kohlrabi – ganz schön groß!
 Zucchinis – wird ’ne reiche Ernt

Lektion 3 – Für die Zukunft planen!
Das klappt nur bedingt bisher. Aber wie man mir sagte, das erste Jahr dient der Erfahrung und dem Experimentieren. Manche Blumen sehen am Anfang etwas unspektakulär aus, aber entwickeln sich prächtig – kleine Korbblümchen und Petunien sorgen für bunte Kleckse im Beet.
Die Salate werden recht groß und die Zucchini brauchen viiiel Platz. Das wusste ich, aber die explosionsartige Geschwindigkeit verblüfft doch.
Auf einmal ist gar nicht mehr so viel Platz im Beet … Außerdem klappt es nicht mit allem – gehört nun mal auch dazu. Ich zweifele etwas an den Radieschen und Möhren, aber wer weiß.

Lecker!!

Lektion 4 – Geduld, Liebe und viel Arbeit: Kleine Pflänzchen brauchen regelmäßig Aufmerksamkeit und Wasser. So wie die Neulinge wachsen und das Gärtnerherz höher schlagen lassen, so entwickelt sich auch das Unkraut. Da heißt es dran bleiben und regelmäßig zupfen und eindämmen. Außerdem gilt es bei uns immer Walnussbäume zu suchen – die sprießen überall und sind verdammt fest.

1. Beerenauslese 😉

Lektion 5 – Genuss: Auf einmal kommt man in den Garten und alles ist bunt wächst und gedeiht. Ein tolles Gefühl, das man auch genießen sollte. Da schmeckt der Kaffee draußen gleich viel besser und in einer so grünen Oase liest und entspannt es sich großartig. Mittlerweile lässt sich auch einiges vom Angebauten ernten und die Zukunft hält noch mehr bereit. Der erste Rhabarber und der Rucolasalat waren lecker. Zu ernten gibt es Salate, Minze, Kohlrabi, Him-, Erd- und Johannisbeeren, Tomaten, Paprika, Zucchini, Hokaido und jede Menge Kräuter.

Beleuchtung für den Abend …

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das erste Gärtnerjahr noch entwickelt – es ist ja erst Juni! Spaß macht es definitiv und man kann es nur empfehlen, Gärtnerglück ist ein ganz besonderes Gefühl!!

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