Buchmesse 2010 – Highlights & Abgründe …

B-C3-BCcherbeute
Die Buchmesse 2010 ist vorüber und so langsam fühle ich mich regeneriert. Zeit also, einen Rückblick zu wagen … Für mich war es beruflich die 7. Buchmesse und ich kann sagen, nein, es war kein verflixtes Jahr! 😉 Schön war’s, spannend, fröhlich, interessant, inspirierend, überwältigend und oft sehr amüsant …
Traditionell erliege ich bereits am Montag dem Messefieber. Ich bin aufgeregt und freue mich wie ein Kind auf den Beginn der Messe. Spätestens dann, wenn ich Messeboden unter meinen Füßen spüre, bin ich zu Hause. Es ist wie ein großes Ferienlager – so viele Menschen, liebe Kollegen, noch Unbekannte und teilweise sogar gute Freunde trifft man innerhalb von fünf Tagen. In diesem Jahr war es natürlich besonders spannend: zum ersten Mal mit der eigenen Agentur vorstellig werden und viele Kollegen und Kolleginnen treffen. Mit Dodo an meiner Seite betrat ich am Mittwoch das Messegelände und siehe da, bereits im Shuttlebus trafen wir ein erstes bekanntes Gesicht – und es folgten zahlreiche weitere. Es waren wunderbare Gespräche und Begegnungen. Die Rückmeldungen auf everybody’s public waren durchweg positiv, worüber wir uns natürlich besonders freuen. Wir haben das Terminhopping, die Verleihung von Miss und Mister BookFair (Gratulation an Wibke Ladwig und Philipp Weinbrenner), die Abendessen, die AVP Happy-Hour und vieles mehr genossen. Manches, was ich mir vorgenommen habe, hat nicht geklappt, weil ich doch noch jemandem über den Weg lief und mich spontan verquatscht habe. Aber das gehört auch zur Messe.
 
Parallel zu unseren Gesprächsterminen haben wir ab Mittwoch kleine Kurzinterviews geführt uns sie auf facebook und youtube eingestellt. Jeweils drei kurze Fragen wurden gestellt und Antworten von Kolleginnen, Autoren, einer Buchhändlerin sowie der Maus gegeben. Es hat viel Spaß gemacht – Danke an alle, die bereit waren, so spontan zu agieren. Wie entspannt trotz Stress alle sind, zeigt die Bereitschaft der Kollegen und auch der Autoren wie Oliver Bottini, Joscha Sauer, Simon Tofield oder dem Koch Sante de Santis sowie nicht zuletzt Herrn Mayer vom Buchmarkt. An dieser Stelle auch Danke für den täglichen Messe-Mayer – eine Kolumne, die zurecht Kultstatus hat.
Trotz Rücken und Füßen, Kopfschmerzen, trockenen Augen und Schleimhäuten – darüber klagen alle auf die eine oder andere Weise – genießt man das bunte Treiben. Dazu kam das unglaubliche Wetter: blauer Himmel und Sonnenschein luden dazu ein, sich auf der Agora zu treffen und zu schwätzen. Gesprochen wurde gerade bei den Treffen mit den Kollegen nicht nur über Fachliches, sondern natürlich auch über die kleinen Messeerlebnisse der besonderen Art, die alle kennen, die auf der Messe arbeiten ….
Bücherbeute – Ich kann einfach nicht anders …

Zu guter Letzt habe ich mich natürlich selbst auch noch ein bissel dem Bücherrausch hingegeben. Eigentlich nur bei zwei Verlagen gezielt drei Bücher mitgenommen und dann doch bei einem Stand mit englischsprachigen Titeln gnadenlos zugeschlagen 😉 Ich kann einfach nicht gegen meine Natur!

Immerhin habe ich dieses Jahr zum ersten Mal abends auch etwas zu Essen bekommen. Meine Familie hat zu Hause mal nach dem Rechten gesehen und so stand morgens eine frische Tasse schon unter der Kaffeemaschine. Zudem habe ich nicht unterwegs in der Bahn oder auf der Messe mit der heißen Nadel etwas genäht und auch die Portion Fish & Chips konnte ich essen, ohne dass sie mir um die Ohren flog, weil die Kollegin sie mir aus der Hand schlug 😉

Es war wunderbar! Danke an alle, die dazu beigetragen haben und sich im einen oder anderen Absatz wiederfinden. Ich freue mich riesig auf 2011 und Euch – dann heißt es wieder gemeinsam genießen, reden, lachen und wundern. Ohne all die Kuriositäten wäre es nur halb so schön. Daher halte ich es zum Schluss mit Billy Wilder und zitiere aus One, Two, Three: „Actually, the situation is hopeless, but not serious.“

Schreibe einen Kommentar