Besinnliche Weihnachtszeit? Backwahn und vorausschauende Planungen

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Angefangen hat es eigentlich damit, dass Dodo bereits Anfang November die ersten leckeren Cantuccini gebacken hat und die erste Tüte in der Agentur und der Familie großen Anklang gefunden hat. Dem guten Beispiel folgend, wollte ich also auch im November schon mit dem Backen angefangen.
In meiner Kindheit hat meine Mutter mit mir gebacken: traditionell gab es leckere Hildabrötchen – die mit der Marmeladenfüllung zwischen zwei Deckeln – dazu die allseits geliebte Linzertorte und ein paar andere Sorten. Recht früh hat sich meine Mutter aus dem „Backgeschäft“ zurückgezogen und irgendwie habe ich diese Aufgabe geerbt …
Es hat sich aber in den letzten Jahren immer als einziger Backwahn entpuppt, da ich in der Regel nicht vor dem 2. Advent angefangen habe und dann an einem oder zwei Wochenenden meinte, alles backen zu müssen. Also stürze ich mich seit Jahren in die Supermärkte und fühle mit hektischen Hausfrauen, die daran verzweifeln, dass bereits Anfang Dezember nur noch gemahlene Mandeln und keine gehobelten mehr da sind und sich über die unverschämt teuren Vanilleschoten ärgern. Dann hieß es in der Vergangenheit alle Sorten mehr oder weniger auf einen Schlag zu backen. Da bereits beim Anblick der Masse der Gedanke aufkommt, es könnte doch sehr lange dauern, was die Motivation sinken lässt, greife ich zu dem Trick, Teigsorten vorzubereiten und kalt zu stellen. Dann ist der Teig schon da und MUSS gebacken werden.

Plätzchenauswahl 2010

2010 sollte also entspannt werden und siehe da: Frühes Backen lohnt sich und macht auf einmal wieder richtig Spaß! Der große Vorteil des frühen Vogels zeigt sich bereits beim Einkauf. Entspannt lässt sich alles besorgen, denn die Auswahl ist noch groß. Zudem habe ich in Etappen immer nur zwei-drei Sorten gebacken, Musik gehört, neue Sorten und Familietraditionspflichten produziert und mir Zeit gelassen. Zwischen Mandel- und Vanilleduft sind in großen Mengen immerhin 10 Sorten entstanden; u. a. Mandelzöpfe, Linzertorte, Cantuccini, Haselnussmakronen, Honiguchen, Nussecken, Mohnschnecken und Aufläufer. Das kann noch lange nicht mit den Sortenmeistern mithalten, aber das ist für mich okay. Unübertroffen ist eine liebe Freundin meiner Mutter, die in diesem Jahr 28 (!!) Sorten gebacken hat – Respekt! So viele saure Gurken können gar nicht in meinem Kühlschrank sein 😉
Das Schöne am frühen Backen ist, dass man den ganzen Dezember schon Plätzchen anbieten und verschenken kann. Zudem entspannt es die Adventszeit und vorausschauend – wenn auch eher intuitiv ahnend als wirklich planend – schützt es vor bösen Überraschungen, wenn im Dezember doch noch etwas geschieht, das einen komplett in Beschlag nimmt. So ist es mir ergangen und umso dankbarer bin ich jetzt für die Plätzchen. Denn jetzt muss ich mich einem anderen Projekt widmen und alles andere hinten anstellen. Schade nur, dass es bei den Weihnachtsgeschenken und Karten nur bedingt geklappt hat…. 😉
Mehr davon kurz vor Weihnachten. Bis dahin: Eine schöne, möglichst unstressige Adventszeit und gutes Gelingen bei den weihnachtlichen Vorbereitungen!

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