Aus alt mach neu oder wie baut man ein Hochbeet?

Abrissparty? „Trümmerfrauen“? Nein, die ersten Schritte zu einem Hochbeet!
Ich dachte, das sei eine gute Idee, um im nächsten Jahr mein Gemüse noch besser und geschützter anbauen zu können. Dazwischen ein paar Blümchen, einige Rankpflanzen … und das Beet davor soll neu angelegt werden. Erfahrunsgwerte aus dem ersten Jahr umsetzen.
Soweit so gut – nur wie baut man ein Hochbeet und aus welchem Material? Holz? Nein, in meiner Vorstellung sah ich direkt ein Steinhochbeet – so ein bissel mediterraner Style. Zeit also, Steine zu suchen oder finden zu lassen! Der Zufall kam mir zu Hilfe: Eine altes Gebäude in der Nähe meiner Tante wurde abgerissen und die Steine für’s Beet waren gefunden! Ab auf die Abrissbaustelle und Steine schleppen. Der Kostenpunkt lag in diesem Falle bei einem selbst gebackenen Streuselkuchen für die Baustellenmänner – Glück muss man haben!

Dank Einsatz freiwilliger Frauenpower und ein paar Autoladungen später hatten wir genügend Steine, die es noch zu säubern udn abzuklopfen galt. Alter Mörtel etc. musste runter, damit die Steine sich wieder zu einer neuen Mauer zusammenfügen ließen. Schließlich haben sie schon ca. 80 Jahre auf dem Buckel 🙂 Entsprechend sind sie nicht regelmäßig, einige haben Macken, die Größe variiert ein bissel, aber der Optimismus bleibt! Schließlich zählt am Ende das Resultat. Ausdauer und Muskelkraft sind angesagt – ist wie Sport im Freien.

Nach dem Vorbereiten der Steine, müssen die Grundplatten gelegt werden. Das Beet ist vorbereitet: ein bissel Erde abgetragen, alles geglättet und Furchen für die Platten gezogen. Diese werden dann in ein Sand-Erde-Gemisch gelegt und zwar so genau wie möglich – Wasserwaage inklusive, schließlich soll die Mauer stehen und möglichst halten!
Im Falle von ungebetenen Wühlmäusen wird zu unterst ein Draht gelegt, der mit den Platten verankert ist. Danach heißt es die erste Reihe legen, aber erst einmal zur Probe, damit klar ist, ob die Steine aufgehen und die Reihen aufeinander passen.

Wenn die ersten zwei Reihe liegen, ist alles gut.

Der „Kleber“ wird angerührt und mit der Kelle aufgetragen – was man verwendet, hängt von den Steinen ab.
Langsam, aber sicher wächst mein neues Baby. Und es macht nicht nur richtig Spaß, nach so einem Tag schläft es sich auch hervorragend 😉

Am Ende steht das Hochbeet und ich bin wirklich zufrieden – meine erste Mauer! Yeah – sieht doch schon toll aus! Der Herbst – und vor allem der Frühling –  können kommen!
Jetzt kommen Abschnitt, Kompost, Laub, Auffüllerde und gute Erde hinein. Fehlen nur noch Zwieblen für die Frühjahrsblüher und erste Bewohner.

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